Konfliktmanagement
Abbau innerbetrieblicher Reibungsverluste
"Beim Streit um die Wahrheit bleibt der Streit die einzige Wahrheit."
Rabindranath Tagore, indischer Philosoph
Konflikte gehören zum Berufsalltag. Sie sind Bestandteil eines jeden Beziehungsprozesses und für die persönliche und gemeinsame Entwicklung notwendig. Menschen, Gruppen und Organisationen denken und fühlen unterschiedlich. Immer wieder entscheiden sie neu, ob aus Unterschiedlichkeiten Anlässe zu Kampf oder Flucht werden oder aber zu Anregungen für Kreativität und Kooperation werden.
In der Realität ist es leider so, dass wir diese Chance auf Veränderung, die eben in Konflikten steckt, oft aus den Augen verlieren. Im besten Fall bleibt die Lösungssuche dann in unfruchtbarer Rechthaberei stecken, oder wir neigen in unserer Hilflosigkeit dazu, die Konflikte zu verdrängen. Werden Konflikte jedoch nicht gelöst, lähmen sie auf Dauer die Zusammenarbeit oder brechen wesentlich später mit solcher Heftigkeit aus, dass nicht wieder gutzumachender Schaden entstehen kann. Nicht selten brechen dabei Teams auseinander, Menschen werden gekündigt und gemobbt, Geschäftsverbindungen lösen sich auf usw.
Die Kompetenz zur positiven Konfliktbewältigung in Unternehmen zu fördern, lohnt sich also mehrfach. Zum einen verbessern konstruktive Konfliktregelungen das Betriebsklima (Stress und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz werden reduziert), zum anderen verhindern sie Stagnation, führen zur Selbsterkenntnis und sind Wurzeln für positive Veränderungen.
Konfliktmanagement strebt eine Lösung der bestehenden Konflikte bei gleichzeitiger Anerkennung der vorhandenen Unterschiede an und:
- ermutigt die Konfliktparteien, ihre alten Strategien – meistens Unterstellungen und Beschuldigungen – aufzugeben und stattdessen "Ich-Botschaften" auszusprechen.
- hilft dabei, Unangenehmes auf diese Weise gewaltfrei zu kommunizieren.
- sorgt für ein Gesprächsklima, in dem jede Meinung gehört wird und ihren Platz bekommt.
- bringt die Perspektive ein, dass es vielleicht zunächst gar nicht um die Auflösung des Konflikts, sondern um die Anerkennung der Tatsache geht, dass es unterschiedliche Standpunkt gibt und diese Unterschiede auch bestehen bleiben dürfen.
- erhöht die Akzeptanz, dass dauerhafter Konsens nicht durch Kampf, sondern durch Verständnis im Sinne von „verstanden werden“ entsteht.
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