Methode:
Manchmal sind Organisationen und Unternehmen mit ganz speziellen Problemen konfrontiert, wenn z.B. trotz hohem Potential das Wachstum nicht stimmt, Kunden plötzlich verschwinden, Produktinnovationen nicht gelingen, die Mitarbeiter in permanente Konflikte verstrickt sind, Firmenzusammenschlüsse sich als entwicklungshemmend herausstellen, Mitarbeiter ohne ersichtlichen Grund das Unternehmen verlassen, etc.
Was mag hier falsch laufen? Rationale Analysen können uns zwar Hinweise auf die Gründe geben, liefern aber keinen umfassenden Einblick in die Komplexität des Problems. Systemische Organisationsaufstellungen können hier den Zugang zur wahren Struktur des Problems liefern.
Die erfolgreiche Anwendung der Methode in Unternehmen wie Daimler-Chrysler, IBM oder BMW hat zu einem steigenden Interesse an diesem Managementinstrument in ganz Europa geführt.
Tatsächlich können komplexe Probleme wie Organisationsstrukturen, Führung oder Mitarbeitermotivation unter Umständen ganz einfache Lösungen haben. Vorstände, Führungskräfte und Berater sind durch die Bank erstaunt über die Lösungen, die in Organisationsaufstellungen und durch den systemischen Blick auf Unternehmen gefunden werden.
Die ursprünglichste Form der System-Aufstellung besteht darin, dass der Kunde ihm unbekannte Personen (sog. Repräsentanten) aussucht, die wichtige Systemelemente wie Kunden, Eigentümer, Abteilungen, aber auch Produkte, Ideen, Ziele vertreten. Er positioniert diese Personen intuitiv auf einem Platz im Raum, der ihm angemessen erscheint. Anschließend erzählen die Repräsentanten, was sie spüren, welche Bewegung im Raum sie gerne durchführen würden und ob sie wahrnehmen, dass etwas oder jemand fehlt. Die Repräsentanten verändern ihre Position so lange, bis jeder einzelne sich am „richtigen“ Platz fühlt und das gesamte System seine innere Ruhe gefunden hat.
Offensichtlich führt das intuitive Aufstellen eines Systems zu ähnlichen Effekten wie die zeichnerische Darstellung eines Anliegens. Es fließen - dem Zeichner nicht bewusste - Aspekte in das Bild ein, die von einem geübten Betrachter erkannt und aufgedeckt werden können. Aufstellungen sind gleichsam eine Bildersprache, mit der eine Situation in ihrer Komplexität umfassender dargestellt werden kann als durch eine verbal - begriffliche Beschreibung.
Nutzen der Aufstellungsarbeit:
- Durch Aufstellungen lassen sich in kurzer Zeit viele, oft überraschende Informationen über eine Situation oder über ein System gewinnen.
- Aufstellungen führen oft zu völlig neuen Ideen oder Sichtweisen.
- Chancen und Handlungsalternativen werden aufgedeckt und geprüft.
- Grundlegende Ordnungsaspekte des Systems und ihre Wirkungsweise werden unmittelbar einsehbar und besprechbar.
- Komplexität wird reduziert, so dass das Wesentliche einer Situation erkannt wird.
- Verborgene Ursachen von Störungen, Konflikten und negativen Wechselwirkungen können sichtbar gemacht und bearbeitet werden.
- Interaktions- u. Beziehungsmuster zwischen den Beteiligten werden transparent.
- Die Methode ergänzt die sachlich-logische Problembearbeitung durch eine oft sehr präzise intuitive Wahrnehmung und durch hohe Kreativität.
In Situationen, in denen absolute Vertraulichkeit und die Wahrung der Privatsphäre notwendig sind, kann die Methode auch nur unter alleiniger Anwesenheit des Kunden durchgeführt werden. An Stelle der Repräsentanten werden dann Gegenstände wie Figuren, Symbole und Moderationskarten eingesetzt.
Die Ergebnisse, die mit Hilfe realer Repräsentanten gefunden werden, sind zumeist aussagekräftiger und beeindruckender. Doch auch die Aufstellung mit Gegenständen liefert interessante Ergebnisse. Sie wird als Diagnoseinstrument eingesetzt, zu Beginn eines Projektes oder wenn es aus den gegeben Gründen nicht anders möglich ist.
Das wirklich Besondere an der Methode der Organisationsaufstellung ist, dass im Aufstellungsprozess nicht nur mögliche Lösungen, sondern auch die für die Lösungen notwendigen Prozessschritte erkennbar werden. Sie entwickeln sich in den Aufstellungsbildern auf eine ganz natürlich nachvollziehbare und intuitive Art und Weise, so dass sie als Wissen vollständig integriert werden können. Damit gelingt es den miteinbezogenen Personen von Führungs- und Projektteams gerade in komplexen Situationen, nachhaltig wirksame Lösungen zu finden und auch leichter zu implementieren.
Viele Themen des betrieblichen Alltags lassen sich so bearbeiten, z.B.
- Entscheidungsprozesse
- Strategie- und Zielfindungsprozesse
- Fragen zur Organisationsstruktur oder Teambildung
- Fragen zu Produkten, Märkten und Vertriebssituationen
- Konfliktsituationen
- Testen von Handlungsalternativen u.v.a.
Jeder Manager in einer verantwortungsvollen Position, sei es in der Produktion, im Handel, im Dienstleistungssektor, in Non-Profit Organisationen, im Gesundheits- oder im Bildungssektor, kann von dieser Methode profitieren und in sehr kurzer Zeit wertvolle Lösungsansätze finden.
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